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Die Fulda-Challenge zählt zu den bekanntesten
und spektakulärsten Wettbewerben des internationalen
Winter-Extremsports. Mehr als 25.000 Interessenten aus
ganz Europa bemühen sich regelmäßig
um ein Startticket, das ihnen die Teilnahme an einem
beispiellosen Sport- und Naturereignis in "Kanadas
wahrem Norden" verspricht. Wer als deutscher Teilnehmer
beim Finale im kanadischen Polarwinter antreten darf
entscheidet der Ausscheidungswettkampf in Sulden am
Ortller, in den Südtiroler Alpen. Die 20 Teilnehmer
für diese Vorentscheidung werden anhand der Internetbewerbungen
ausgewählt. Die Zehn Frauen und Männer
werden in je zwei Gruppen aufgeteilt. Der jeweilige
Gruppensieger gewinnt die Teilnahme für den Länderkampf
in Kanada.
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 Eventleiter
und Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck
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Ich habe mich lange mit der Entscheidung
gequält, ob ich tatsächlich antreten soll, denn schließlich
war 5 Tage vorher mein erster Marathonlauf in Berlin geplant, für
den ich mich mit der Gruppe Reha-Team Kronach ein Jahr lang vorbereitet
hatte. Die meisten meiner Bekannten haben mich für total verrückt
erklärt, als ich mich für die Teilnahme an beiden Wettbewerben
entschieden habe. Um zusätzlich für die Challenge zu trainieren
habe ich ab Anfang August speziell Bergläufe ins Trainingsprogramm
aufgenommen.
In Sulden bei der Qualifikation gibt es den ersten Vorgeschmack
auf das Extremsport-Event in Kanada. 5 Disziplinen, die an zwei
Tagen in dünner Luft auf anspruchsvollem Gelände ausgetragen
werden. Alle Wettbewerbe finden auf über 2000 m Höhe statt.
Neben Ausdauer und Kraft auch Geschicklichkeit gefordert. Hier gewinnt
nicht unbedingt der Top-Ausdauerathlet sondern der Allrounder, der
sich in allen Disziplinen gut schlägt.
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"Tree-Climbing"
Die erste Aufgabe ist ein Geschicklichkeitstest,
der es in sich hat. Mit Steigeisen an den Füßen,
von der Bergwacht gesichert, muss ein Baumstamm möglichst
schnell bis zu einer Höhe von elf Metern erklommen
werden.
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"Mountainbike-Rennen"
Auf einer landschaftlich herrlichen
Rennstrecke wechselten sich Trials, rasante Abfahrten
und deftige Steigungen mit mehreren Serpentinen ab.
Eigentlich bin
ich nach Sulden gefahren, um Spaß zu haben, mich
halbwegs gut zu schlagen und vielleicht nicht Letzte
zu werden. Nach dem ich die beiden ersten Disziplinen
in meiner Gruppe gewinnen konnte, wurde mir langsam
klar, dass ich nun tatsächlich um das begehrte
Ticket nach Kanada kämpfen würde.
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"Tire-Park"
Wie hart ein kurzer Berglauf mit geschultertem Reifen
sein kann, wurde am Samstagnachmittag schnell klar.
Auf einem hochalpinen Geröll-Parcours musste der
Reifen im Dauerlauf über ein Schotterfeld bergauf
bis zu einem Wendepunkt und wieder zurück getragen
werden.
Hier musste ich mich einer
starken Gegnerin geschlagen geben und landetet auf Platz
zwei. Ich durfte nun beim Off-Road Fahren keine großen
Fehler machen, denn ich hatte keine Ahnung,, ob meine
Kräfte noch für den tags darauf folgenden
Berglauf reichen würden.
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"Offroad-Parcours"
Geschicklichkeitsfahren im Offroad-Gelände.
Der PS-starke Touareg musste schnell und gefühlvoll
durch die vorgegebene Strecke gefahren werden. Der Schwierigkeitsgrad
wurde durch eng gesteckte Pylone erhöht, die nur
wenige Zentimeter Spielraum ließen und beim touchieren
Strafzeiten zur Folge hatten.
Meine härteste
Gruppenkonkurrentin konnte hier leider nicht genügend
Punkte holen. Nach dem ich auch das Offroad Rennen gewonnen
hatte, konnte ich dem am nächsten Tag bevorstehenden
Mountain-Run schon etwas gelassener entgegen sehen.
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"Mountain-Run"
Als letzte der insgesamt fünf Disziplinen fand
der Berglauf über 1000 Höhenmeter statt.
In den oberen Bergregionen bei über 2600 m wurde
vor allem beim anschließenden Bergablaufen das
rund 6 km lange Rennen wegen dichten Nebelfeldern erschwert.
Auch diese Disziplin konnte
ich in meiner Gruppe gewinnen.
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Eventleiter und Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck
gratulierte anschließend den Gewinnern der Qualifikation.
Das Team Toyota wird mit Angelika Kempf, Kronach und
Simon Euler aus Erlangen ins Rennen gehen. Für
das Team Lowa starten die Triathleten Jasmin Günther,
Koblenz und der Vizeweltmeister im Wintertriathlon,
Sascha Wingenfeld aus Fulda.
Quer durch das Yukon Territory in Kanada, führt
Ende Januar/Anfang Februar 2007 der Weg der Fulda-Challenge.
2500 endlose Kilometer auf den Spuren des großen
Goldrauschs. Schweißtreibend bei minus 50 Grad
Celsius. Schittenhunderennen, Mountainbike, Langlauf
und anderen Disziplinen werden von den Teilnehmern Ausdauer,
Sportlichkeit, gepaart mit Teamgeist, Geschicklichkeit
und Orientierungssinn in der kanadischen Wildnis abverlangen.
Die unterschiedlichen Disziplinen, haben nur zwei Dinge
gemeinsam haben: sie werden in Eis und Schnee ausgetragen,
und sie gehen bis an die Leistungsgrenze. Geschlafen
wird im Zelt unter dem Nordlicht, inmitten der bizarren,
unwirklichen Natur.
Den Gewinn muss ich erst noch
verarbeiten. In Kanada zählt dann für mich
nur noch der olympische Gedanke, denn ich erwarte ein
sehr hohes Leistungsniveau der anderen Teilnehmer. Ich
hoffe, ich bleibe gesund und kann an diesem tollen Abenteuer
teilnehmen. Für mich heißt es jetzt
weiterhin Ausdauer und Kraft trainieren. Vielleicht
sollte ich ab und zu schon mal im Kühlschrank schlafen.
;-))))
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