Funde und Recherchen von Roland und Robert Graf haben
ergeben, dass das Gebiet von Dörfles schon lange vor der urkundlichen Erwähnung
von Steinzeitmenschen durchstreift wurde.
Die erste urkundliche Nennung erfolgte im ältesten Urbar
des Hochstiftes Bamberg, dessen Aufzeichnung in den Jahren 1323 bis 1328 erfolgte.
Damals besaß der Bischof in "Dorfleins" vier Lehensgüter,
die Abgaben zu leisten hatten.
Die Bürger von Dörfles gingen schon immer nach
Kronach in die Kirche und in die Schule. Auch die Toten wurden auf dem Kronacher
Friedhof beigesetzt.
Das Gut Rosenhof und die Bauern von Dörfles versorgten
mit ihren landwirtschaftlichen Produkten die Stadtbewohner und verkauften ihre
Waren auf dem Markt in Kronach.
Die Belagerung von Kronach im Jahre 1632 brachte auch für
Dörfles schlimme Folgen mit sich, als beim Abzug der Schweden das Dorf
in Flammen aufging.
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Im Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763) verlangte man
für die Versorgung der Truppen von den Dörflesern eine Unmenge an
Abgaben: 50 Gulden sowie 20 Laib Brot.
Am 2. und 3. Oktober 1806 forderten die Truppen Napoleons,
die zur Schlacht nach Jena und Auerstedt durch unser Gebiet zogen, 14500 Rationen
Brot, 800 Pfund Fleisch, 2100 Metzen Haber, 3000 Laib Brot und 12 Ochsen von
den Bewohnern unserer Region.
Die Dörfleser brachten einen Ochsen und 40 Laib Brot
nach Kronach, um die Forderungen Napoleons zu erfüllen.
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Im Juni 1907 feierte Friedrich Kempf sein 25jähriges
Bürgermeisterjubiläum mit einer Dankandacht in der Stadtpfarrkirche
in Kronach. Am Nachmittag schloss sich eine Konzert in Dörfles an.
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Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Planungen für eine
Eisenbahnlinie durch das Kronachtal. Am 7. November 1909 fand deshalb eine Sitzung
in Steinberg statt, wo die Planung der Strecke Kronach - Dörfles - Steinberg
- Tschirn besprochen wurde.
Am 12. November 1913 brannte die Ziegelei Schedel bis auf
de Grundmauern ab. Schon im Juli 1914 beantragte Besitzer Friedrich Schedel
den bau eines Kalkbrennofens. 1915 erfolgte der Neubau der Ziegelei, an dem
auch Kriegsgefangene teilnahmen, die täglich von Kronach nach Dörfles
und zurück gebracht wurden.
In der Amtszeit von Bürgermeister Johann Müller
entstand 1950 die Wasserleitung, 1952 erfolgte der Ausbau der Wirtschaftswege
Hain und Rödern.
1962 wurde von der Gemeinde Dörfles ein Anbau an das
Feuerwehrhaus getätigt, um eine Gemeindekanzlei zu schaffen.
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Im Jahr 1971 installierte die Deutsche Bundespost erstmals
im Ort eine öffentliche Fernsprechzelle. Damals gab es insgesamt 25 private
Telefonanschlüsse.
Im Jahre 1972 war Baubeginn für das heutige Jugendheim.
Damals wurde ein Gemeindezentrum mit Saal, Jugendräumen und einem zweigruppigen
Kindergarten errichtet. Der Bau war nötig geworden, da die Gastwirtschaft
Wagner ihren großen Saal abgerissen hatte, wo sonst Gemeindeveranstaltungen
stattgefunden hatten. Das Gemeindezentrum wurde am 13. Oktober 1973 eingeweiht.
Dar Bau fiel in die Amtszeit von Bürgermeister Georg Schmidt, der sich
auch um den Ausbau der Ortsbeleuchtung kümmerte.
1975 wurde im Auftrag der Gemeinde vom Technischen Hilfswerk
ein Fußgängersteg über den Kronachfluß errichtet.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde Dörfles
zum 1. Januar 1978 ein Stadtteil von Kronach und verlor damit ihre Eigenständigkeit.
Im Jahr 1994 wurde die ehemalige Kläranlage am südlichen
Ortsrand zu einer Natureisbahn umgebaut.
Im Jahr 1995 wurde die baufällige Brücke in der
Ortsmitte durch eine moderne Betonbrücke erneuert.
Im Jahr 2001 wurde die Feuersicherheit in Dörfles durch
die Anschaffung eines Feuerwehrautos TSF verbessert. In den Jahren zuvor gab
es am Feuerwehrhaus Renovierungsarbeiten sowie den Anschluss an das Heizungssystem
der Stadt Kronach.
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