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Historisches
Im Jahr 1920 errichteten die Gebrüder
Andreas und Johann Fiedler aus Friesen am Fuße des Kreuzbergs
ein Kalkwerk. Damals vorerst einen Brennofen mit dazugehörigem
Lagerraum. Durch die steigende Nachfrage nach Kalk aus Dörfles,
entschlossen sich die Firmeninhaber 1937 dazu, zwei weitere Brennöfen
bauen zu lassen. Die Türme hatten eine Gesamthöhe
von 24m über Talsohle. Über eine Brücke in 19m Höhe
und 36m Länge wurden auf Rollwagen mit dem am Kreuzberg gebrochenen
Kalkstein die Öfen bestückt. Das Werk stellte
Eine der wenigen Erwerbsquellen für die Männer aus Dörfles
dar. Arbeit gab es sowohl im Steinbruch auf dem Kreuzberg. Mit den
eisernen Rollwägen auch "Hunde" genannt, wurden die Steine
von der Kreuzbergebene auf Schienen ins Tal gebracht. In den Jahren
1953 und 1958 wurde nochmals wegen der regen Nachfrage nach Kalk
investiert. Eine Hammermühle, Löschanlage und Silos wurden
errichtet. Damals war das Kalkwerk eine außerordentlich
moderne Anlage für diese Zeit. Im Jahr 1981 wurde der Kalkabbruch
am Kreuzberg unrentabel und deshalb eingestellt. Bis 1996 wurden
Steine vom Heubleins-Steinbruch bei Weißenbrunn bezogen. Sämtliche
in all den Jahren erbauten Öfen, Lagerräume und Silos
sind erhalten. Der jetzige Betreiber Hans Fiedler füllt
weiterhin Kalk ab und betreibt Handel mit Kalk.
(Quelle: Roland
Graf, Dörfles)
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